Countdown zur Lockdown-Verschärfung in 3-2-1 Wochen

In diesem Artikel versuche ich anhand von Modellrechnungen der dritten Welle zu zeigen, dass wir sehr kurzfristig in den nächsten 3-4 Wochen eine deutliche Verschärfung der Kontakt-Vermeidungs-Maßnahmen brauchen werden, auch bekannt als “Lockdown”. Wenn wir damit zu spät kommen, dann müsste das Anfang April sogar ein harter Notfall-Lockdown werden.

Update 18.3.2021: Inzwischen gibt es ein Update des Modells, mit dem ich die u.g. gezeigten Szenario-Ergebnisse nochmals neu gerechnet habe. Kurzfassung: Alle Szenarios haben sich noch verschlechtert. Ich empfehle erst diesen Artikel zu lesen, dann weiterzuklicken.

Vorgeschichte

Vor etwa 4-6 Wochen hatten wir für den weiteren Verlauf der Pandemie in Deutschland noch die Wahl aus drei Optionen:

  • #1 “Luft anhalten”: Behutsam die Neuinfektionen noch so lange niedrig halten, bis die Impfungen in 3-5 Monaten so richtig Wirkung entfalten
  • #2 “Nocovid”: Aggressive Eindämmung und dann strenge Kontrolle des Virus mit fast normalem Alltagsleben für die meisten
  • #3 “Öl ins Feuer gießen”: Lockerungen ausrufen bevor die Impfungen breit wirken, obwohl man schon weiss, dass sich eine stärker ansteckende Mutation ausbreitet.

In der Ministerpräsidenten-Konferenz am 3.3.2021 hat man sich für Variante 3 entschieden und dabei einen Öffnungsplan gebaut, dessen Regelungen sicherstellen, dass sogar in den fast schon grünen Zonen des Landes auf jeden Fall die Inzidenz sehr bald wieder bis mindestens über 100 wächst, inkl. “Vollpräsenz-Unterricht” an den Schulen (siehe dazu mein Artikel vom Sonntag: Pandemie-Mathematik für Eltern: Was man zum Start der Schulen wissen sollte).

Ab Inzidenz 100 soll es dann regional die sogenannte “Notbremse” richten (zurück auf “Februar-Maßnahmen”). Ob diese Bremse ausreicht, um B.1.1.7 zu stoppen, weiß aber keiner. Im Februar-Lockdown hatte sich B.1.1.7 noch alle 2 Wochen verdoppelt. Und erste Länder und Landkreise ignorieren die Notbremse bereits. Während 100.000 Menschen einen Superspread-Event bauen indem sie zu Ostern nach Mallorca fliegen. Alles in allem: A Recipe for disaster.

Der akute Zeitdruck ist “selbstgemacht”

Seit Januar gab es eine ganze Riege von Forschern, Modellierern, Institutionen, die die jetzt anrollende Welle nachvollziehbar vorhergesagt haben. Die DIVI legte im Februar entsprechende Zahlen vor und auch im RKI gibt es diese Zahlenspiele. Selbst mir als Pandemie-Amateur war am 17.2.2021 mit 15 Minuten Excel eine brauchbare Vorhersage der gestrigen Inzidenz gelungen.

Der Tenor der Warner war: “Wir dürfen nicht schneller lockern als wir impfen.” Jetzt impfen wir nicht schnell genug um das Wachstum der Neuinfektionen zu bremsen:

Lockern im Wachstum ist dumm nicht klug

Die Inzidenzzahlen des RKI zeigen uns die Infektionen immer um 7-14 Tage verzögert, d.h. im Vergleich zu den Zahlen des RKI von gestern sind die Echtzeit-Zahlen schon wieder weiter gewachsen (aktuell verdoppeln sie sich alle 12-14 Tage). Wir schauen also in die Vergangenheit.

In einer Pandemie hört Inzidenzwachstum ohne Impfungen nur auf, wenn man die Kontakte runterfährt. Ohne staatlichen Eingriff (oder ohne freiwillige Verhaltensänderung der Bevölkerung) geht das Wachstum einfach weiter. Exponentiell. Immer schneller. Die Impfungen kommen zu spät, um das noch zu verhindern.

Wenn man aber in so einer Wachstumsphase auch noch lockert und sogar NOCH mehr Kontakte zulässt als 1-2 Wochen zuvor (“voller Präsenzunterricht”), dann schüttet man Öl ins Feuer, man beschleunigt die Ausbreitung des Virus um so mehr. Und genau das haben wir gemacht. Sehenden Auges in die nächste Welle! Das kann man wirklich nur als “intellektuelle Beleidigung” bezeichnen (Melanie Brinkmann). Sascha Lobo spricht vom Groll-Bürger: Wenn einem der sonst eher über-polemische Sascha Lobo 8:20 Minuten aus der Seele spricht, dann heißt das schon was. Aber… hier geht’s ja nicht um Politik.

Schnell handeln, oder: Der dritte Lockdown

Die vielen Lockerungen bringen uns jetzt extrem unter Druck: Es braucht meines Erachtens innerhalb von 1-2 Wochen eine konsequente (hust) und zeitnahe (seufz) Umsetzung der Notbremse UND zusätzlich auch noch die erfolgreiche Umsetzung von smarten Maßnahmen und Impfungen, um B.1.1.7 genügend zu bremsen. Das Problem: Mit “zeitnah” und mit “konsequent” sind wir in Deutschland aktuell gar nicht gut.

Die gestrige Entscheidungen den Astra-Zeneca-Impfstoff vorerst zu stoppen machen es noch schlimmer. Parallel dazu kam gestern auch noch eine Studie heraus, die die Britische Variante #b117 mit 55% gesteigerter Mortalität assoziiert. Gestern war echt kein guter Tag bei den Corona-News.

Jetzt haben wir den Salat

Die dritte Welle kommt, und wenn wir nicht sehr schnell (ich meine Tage, nicht Wochen) handeln, könnte die dritte Welle die zweite Welle wie einen Zwerg aussehen lassen. Wenn wir jetzt nicht schnell handeln, bleibt uns keine Wahlmöglichkeit mehr: Eine harter Lockdown müsste her. Weil die Mutationen so viel ansteckender sind, müsste dieser Lockdown alles in den Schatten stellen, was wir bisher als Lockdown erlebt haben, sonst bringen wir den effektiven Reproduktionsfaktor R nicht unter 1 (das wäre nötig, damit die Fallzahlen schnell wieder sinken mit B.1.1.7 als dann dominanter Mutation).

Das ist jetzt wirklich dringend

Jeden Tag den wir später reagieren bedeutet höhere Fallzahlen und 2-3 Tage längeren Lockdown (weil die Fallzahlen langsamer fallen als steigen).

Da wir die ganzen “smarten Bremsmaßnahmen” wie

  • verpflichtende Schnelltests von 40% der Bevölkerung 2x pro Woche,
  • kluge Schulkonzepte (inkl. 2-mal pro Woche PCR-Pool-Tests),
  • bessere Grenzkontrollen und überwachte Quarantäne,
  • breite Informationskampagnen und
  • Home-Office-Pflicht

auch nach 13 Monaten Pandemie noch nicht auf die Reihe bekommen haben (Seufz), würde das im April bedeuten: Deutschland bleibt zu Hause. Für einige Wochen, bis die Zahlen runtergehen und wir mit den erwähnten, dann hoffentlich endlich umgesetzten smarten Maßnahmen behutsam wieder einige Dinge erlauben könnten.

Das, in Kombination mit einer fulminant tollen Impfkampagne (noch so eine Unsicherheit), hätte die Chance, dass wir nach 4-6 Wochen Lockdown wieder erträgliche Inzidenzzahlen haben werden. Weil die Kinder/Jugendlichen bis in den Herbst nicht geimpft sind, werden wir die Schulen aber auch dann noch nicht wie vor der Pandemie “normal” betreiben können, sonst droht die vierte Welle, die dann nur die Jugendlichen & Kinder der U20 betrifft (siehe dazu das Abschnitt Longcovid weiter unten).

Und das alles berücksichtigt nicht, dass es in der Zwischenzeit noch ungeahnte Effekte durch neue oder schon bestehende Mutationen gibt, für die wir noch keine Abwehrmaßnahmen haben. Gerade deswegen sollten wir den nächsten Lockdown so lange durchhalten, bis wir eine Nocovid-Strategie umsetzen können. Ansonsten könnte dann im Spätsommer/Herbst auch noch die 4. Welle kommen.

Mathematische Planspiele

Um diese Schilderung mit Daten/Zahlen zu untermauern habe ich mit meinem Prognose Modell einige Szenarien durchgerechnet, um die möglichen weiteren Verläufe zu visualisieren. Dabei erhebt mein Modell keinesfalls den Anspruch, dass die vorhergesagten Inzidenzen und Termine sehr genau sind, insbesondere für mehr als 8 Wochen in der Zukunft. Es geht darum, zu zeigen wie sich verschiedene Veränderungen unseres Verhalten auf das Pandemie-Geschehen auswirken (andere Tools haben wir nicht, bis die Impfung auf breiter Front kommt). Dabei ist der Verlauf der Ansteckungen viel besser berechenbar als das menschliche Verhalten: Für letzteres muss ich Annahmen machen.

Bitte immer im Kopf behalten, dass das hier Modellrechnungen sind, mit in der Zukunft stetig steigenden Unsicherheiten. Für alles, was mehr als ca. 6 Wochen entfernt ist, sollte man nicht mehr auf die absoluten Zahlen schauen. Aber die gezeigten Trends zeigen auf, welchen Risiken wir uns aussetzen. Den Zeitbereich habe ich mit den dunkler werdenden, blauen Bereichen markiert.

Startannahmen

Für die folgenden Berechnungen habe ich folgende Start-Annahmen gemacht und dann mit meinem etwas verbesserten Prognose-Modell V3.0 gerechnet.

  • In der Woche des 15.3. steigt die Inzidenz auf über 100.
  • Ab der Kalenderwoche 22.3. liegt der R-Wert bei 1,3 (u.a. durch die Schulöffnungen in der Vorwoche)
  • Beim Einsetzen der Notbremse modelliere ich ein Absinken von R in der Folgewoche auf R=1, den harten Lockdown mit R=0,8.
  • Das Einsetzen der regionalen Notbremse kann ich nur für das ganze Land auf einmal Modellieren in meinem Modell. Wenn sich das über eine gewisse Zeit streckt, wachsen die Zahlen noch verlangsamt weiter.
  • Erst ab Mai sinken die R-Werte weiter (durch das endlich breite Fortschreiten der Impfungen)
  • Was ich nicht berücksichtige sind die höhere Sterblichkeit und ggf. auch höhere Hospitalisierungsrate der B.1.1.7 Infektionen (mangels guter Zahlen). Und ich verweise auf die anderen Einschränkungen meines Modell (siehe Modell-Beschreibung).
  • Insgesamt würde ich sagen, dass die folgenden Zahlen für die nächsten 8 Wochen eher vorsichtig optimistisch sind, danach deutlich zu optimistisch.

Szenario 1: Wir machen die Notbremse nicht

Um einen Ausgangspunkt zu haben berechnen wir einfach mal, was passiert, wenn wir die Notbremse nicht machen. Um dann damit die Wirkung der uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen beobachten können

Ergebnis: bis zu 2,3 Millionen Neuinfektionen pro Woche, fast 50.000 Intensivbetten wären nötig (viel viel mehr als wir haben), höchste Inzidenz liegt bei 3.000, insgesamt 1,7 Millionen Longcovid-Patienten.

Dieses Szenario würde ein Zusammenbrechen des Krankenhauswesens und massive Einschränkungen des Alltagslebens bedeuten, weil ein erheblicher Anteil der Bevölkerung erkrankt oder nach einem Kontakt in Quarantäne ist. Die entsprechenden Folge-Folgen habe ich nicht drin im Modell.

Ab Juli könnte sich dann schon fast plötzlich ein normales Leben einstellen (natürlich nur mit bis dahin weiterlaufenden Einschränkungen).

Szenario 2: “Notbremse” zieht ab 22.3.2021

Wenn wir es schaffen würden, zum 22.3. alle Regelungen auf Februar zurückzudrehen, würde die 3. Welle etwas kleiner ausfallen als die 2. Welle.

Zum Vergleich hier die Vorhersage des DIVI Modells vom 15.3.2021, deren Ergebnis ist ähnlich, zwischen 3.000 und 5.000 belegte Intensivbetten Anfang Mai:

Glauben wir, dass unser Land so schnell und klar entscheiden kann? Habe Zweifel.

Szenario 3: Notbremse eine Woche später am 29.3.2021

Kommt die Notbremse eine Woche später am 29.3.2021, dann würde die 3. Welle in den Krankenhäusern schon auf dem gleichen Niveau wie im Dezember einlaufen.

Und wieder die Frage: Schaffen wir es in 14 Tagen die nötigen Entscheidungen im ganzen Land umzusetzen?

Szenario 4: Wir bekommen ein Brems-chen zum 29.3.2021

Wir haben Ende März, die Gesamtinzidenz liegt bei fast 300. Der Entscheidungsapparat kommt schleppend in Gang und verschiedene Maßnahmen werden verschärft, aber nicht genug um B1.1.7 zu stoppen. Das Ergebnis ist wieder eine Riesenwelle, es ist zu spät um die anrollende Welle noch mit kleinen Änderungen zu stoppen.

Szenario 5: Keine Verschärfung bis 5.4.2021 => Lockdown nötig

Wenn wir uns bis zum 5.4.2021, das ist schon in 3 Wochen, nicht für starke Bremsmaßnahmen entschieden haben, bleibt nur noch der harte Lockdown (ähnlich zum April 2020, oder sogar mehr), gestartet bei Inzidenz von etwa 500. Die 3. Welle wäre in den Kliniken damit immer noch höher als die zweite Welle.

Wenn wir diesen Lockdown bis Anfang Juli durchziehen würden, könnten wir für Deutschland Inzidenzen zwischen 10 und 30 erreichen und auf eine #Nocovid-Strategie umschalten, in einigen Regionen sicher auch schon im Juni (“grüne Zonen”).

Mit dem Lockdown bis zum Sommer wären wir noch nicht abgesichert gegen eine 4. Welle, verursacht durch ggf. neue gefährlichere Mutationen und Ausbreitung unter den immer noch ungeimpften Kindern. Erst eine #Nocovid-Strategie würde das schaffen.

Da die Schüler/Kinder noch nicht geimpft sind, müsste man insbesondere im Schulbereich noch massiv aufpassen und die Infektionen peinlich genau kontrollieren (z.B. 2x pro Woche jeden mit PCR-Pool testen, bei Ausbrüchen lokale Lockdowns, usw.). Aber das normale Leben könnte in vielen Bereichen weitergehen.

1/2 Mio Longcovid-Fälle sind nicht mehr zu vermeiden

In keinem der o.g. Szenarien kommen wir besser weg als mit 1/2 Million Longcovid-Patienten (256.000 davon sind bisher aufgetreten). Keiner weiß, welche Auswirkungen für die Lebensqualität der Betroffenen und welche Belastungen für unser Gesundheitssystem entstehen werden. Sicher ist nur, dass es nennenswerte Zahlen sind und viele dieser Patienten im schlimmsten Fall noch Jahre damit auseinandergesetzt sein könnten. Es gibt Indizien, dass B.1.1.7 dahingehend auch gefährlicher ist.

Longcovid wird meines Erachtens noch massiv unterschätzt in der öffentlichen Diskussion. Hier ein paar Links zum Nachlesen:

  • Unlocking the Mysteries of Long COVID in “the Atlantic”
  • Tweet von Karl Lauterbach vom 11.12.2020: “Bei 20-30.000 Neuinfizierten/Tag werden in den nächsten Wochen zehntausende Menschen Langzeitschäden erleiden, auch sehr viele Jüngere. Wir behandeln noch immer das #longcovid der ersten Welle. Rehakliniken fehlen” und verlinkt den folgenden Artikel
  • quarks.de: So häufig sind Langzeitfolgen bei einer Corona-Infektion, Zitat: “Grob gehen Experten von zehn bis 20 Prozent aus.”
  • Epidemiologist Dr. Zoë Hyde sagt: “Prediction: 2021 will be the year that COVID-19 becomes a disease of children.

Alleine schon die Vorsicht gebietet es, die Anzahl dieser Fälle weitmöglichst zu reduzieren, auch wenn wir bisher noch nicht die genauen Zahlen kennen. Aber alles deutet darauf hin, dass diese nennenswert sind.

Zusammenfassung und Ausblick

In den nächsten 3 Wochen haben wir drei Entscheidungsmöglichkeiten: Alle erfordern von der Politik schnelles und effektives Handeln und das Vertrauen auf das Wissen der Fachleute:

  • Notbremse in der Woche ab 22.3.2021
  • Notbremse in der Woche ab 29.3.2021
  • Lockdown in der Woche ab 5.4.2021
  • (Hinweis: mein Modell kann nur wochenweise rechnen aktuell)

Die beiden anderen Varianten – nichts tun und halbherzige Bremse – führen beide ins Chaos.

Mittelfristig, ab Mai/Juni, stellt aus meiner Sicht nur eine Nocovid-Strategie sicher, dass wir nicht auch noch in eine 4. Welle reinlaufen, die dann über unsere Kinder her rollen würde.

Wichtig ist auch sich klar zu machen, dass in meinem Modell eine durchaus ambitionierte Impfstrategie eingerechnet ist, die bis August alle über 18 geimpft bekommt. Werden wir das schaffen? Unseren Impfstart haben wir ziemlich vergeigt. Jedes Prozent, was wir nicht bald schaffen macht die Szenarien gar nicht besser.

Zum Abschluss: Der ultimative Indikator dafür, dass der Lockdown kommt

Wenn man in die Vergangenheit schaut, sieht man, dass wir schon drei mal eine bestimmte Marke überschritten haben, der dann innerhalb von 1-3 Wochen die nächste Maßnahmenverschärfung gefolgt ist.

Wenn das jetzt wieder so ist (wovon ich ausgehe), beweisen uns die Politiker ein weiteres Mal, dass sie die Pandemie-Mathematik nicht verstanden haben: Sobald die Infektionszahlen anfangen zu steigen muss man auch schon auf niedrigstem Infektions-Niveau schnell verschärfen. Nicht erst wenn sie schon hoch sind.

Update 18.3.2021: Inzwischen gibt es ein Update des Modells, mit dem ich die u.g. gezeigten Szenario-Ergebnisse nochmals neu gerechnet habe. Kurzfassung: Alle Szenarios haben sich noch verschlechtert. Ich empfehle erst diesen Artikel zu lesen, dann weiterzuklicken.

Hinweise

PS1: Bitte immer im Kopf behalten, dass das hier Modellrechnungen sind, mit in der Zukunft stetig steigenden Unsicherheiten. Für alles was mehr als 6 Wochen entfernt ist, sollte man nicht mehr auf die absoluten Zahlen schauen, aber die gezeigten Trends zeigen auf, welchen Risiken wir uns aussetzen. Den Zeitbereich habe ich mit den dunkler werdenden, blauen Bereichen markiert.

PS2: Don’t shoot the messenger: Mir ist klar, dass wir das alle so eigentlich nicht lesen wollen. Sorry, aber ich lasse hier nur die Mathematik laufen. Ich suche immernoch jemanden, der mir meine fundamentalen Fehler in meinem Modell zeigt nach deren Korrektur sich alle Hochrechnungen in Wohlgefallen auflösen.

Danke

Danke an Frank Nestel, Ralph Koczwara, Jörg Danzer, Angela Spietschka, David Eisele und Christoph Montag für den nächtlichen Highspeed-Peer-Review meines ersten Entwurfs.

Author: Dirk Paessler

CEO Carbon Drawdown Initiative -- VP Negative Emissions Platform -- Founder and Chairman Paessler AG

12 thoughts on “Countdown zur Lockdown-Verschärfung in 3-2-1 Wochen”

  1. Mal wieder super dargestellt. Nun habe ich neulich auf Facebook Karl Lauterbach mit dem Hinweis auf Kassandra verteidigt und ich fürchte, auch hier ist mit Lob oder gar Dank und vielleicht sogar Berücksichtigung der Aussagen für entsprechende durchdachte (!) Maßnahmen ist kaum zu rechnen. Daher auch hier mein Dank an Kassandra Pässler (weil es ja sonst keiner tut).

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  2. Vielen Dank für Ihre Arbeit und die Prognosen! Ich habe nur etwas Kritik an den Diagrammen: Vor allem sind die Altersgruppen farblich schlecht zu unterscheiden, es gibt mehrere ähnliche Orange- und Blautöne. da wäre es besser, ein etwas bunteres Farbschema zu verwenden. Und dazu überdeckt der blaue Bereich, der die Unsicherheit andeuten soll, diese Farben auch noch und verändert sie dadurch. Besser wäre es hier, wenn das Blau hinter den Datenbereichen liegt. Ansonsten hoffe ich, dass viele Leute diese Prognosen berücksichtigen!

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  3. Hallo Herr Paessler,

    mal eben schnell Ihre Darstellung verschlungen. Ich kann mir vorstellen, was irgendwo gerechnet wird und Excel ist sicher kein schlechtes Instrument. Ob das alles richtig gerechnet ist, kann ich nicht beurteilen. Aber die Szenarien und der Ausblick sehe ich auch ohne rechnen im Groben genauso, wie von Ihnen illustriert. Danke für den guten Beitrag!

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  4. Interessant! Würden Sie auch die Excel-Dateien veröffentlichen, um die Annahmen nachzuvollziehen? (oder habe ich den Link übersehen?)
    Bin selber recht versiert mit Excel, insofern traue ich reinen graphischen Darstellungen nicht all zu sehr – was nicht gegen Ihre Arbeit gehen soll, sondern (leider) eine Erkenntnis von vielen Jahren Excel-Anwendung ist.

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      1. Puh, ich sage es mal so nachdem ich mir das etwas veraltete Modell angesehen habe:
        Ich würde es nicht kaufen.
        Der Aufwand ist bemerkenswert, ich mag den Ansatz, und vieles passt auch – vieles andere aber nicht (vielleicht ist das ja mittlerweile korrigiert, bin insofern gespannt auf V4).
        Vielleicht zu meinem Hintergrund: Finanzen + Krankenhaus, d.h. ich habe schon dutzende Businesspläne gesehen und weiß wie ich deren Annahmen auseinandernehmen muss und habe zudem ein wenig Erfahrung mit Datenanalysen im Gesundheitswesen, bei sogenannten “Hockey sticks” gehen halt bei mir leider immer alle Alarmglocken an.

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  5. Pingback: unruheraum.de

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