Strom ist billiger als Öl – warum merkt man das beim E-Auto so wenig?

Ein Freund fragte mich: Wenn Strom so viel billiger ist als Öl, warum ist das Fahren mit dem E-Auto dann nicht viel billiger? Ich habe nachgerechnet. Die Antwort hat mehr mit Netzentgelten, Ladesäulen-Betreibern und dem Finanzamt zu tun als mit Physik.

Die Frage

Ein Freund hat mir neulich eine interessante Frage gestellt: „Wenn Strom doch so viel billiger sein soll als Öl – warum ist das Fahren mit einem E-Auto dann nicht viel billiger als mit einem Verbrenner?“ Und zwar bewusst nur die Verbrauchskosten, also Strom gegen Benzin. Anschaffung, Wertverlust, Wartung – das ist eine andere Rechnung, die kommt vielleicht in einem zweiten Artikel.

Ich fand die Frage gut, weil sie eine Prämisse enthält, die fast jeder für wahr hält und die trotzdem falsch ist. Also habe ich mich hingesetzt, die Zahlen zusammengesucht und das Ganze in eine Grafik gepackt. Die Kurzfassung vorweg:

Strom ist in Deutschland pro Kilowattstunde nicht billiger als Benzin. Der gesamte Kostenvorteil des E-Autos kommt aus dem Wirkungsgrad – und den fressen Netzentgelte, Abgaben und vor allem die Preise an öffentlichen Ladesäulen teilweise bis vollständig wieder auf.

Wer nur das Bild sehen will: Es kommt gleich. Wer wissen will, wie ich gerechnet habe: Der Rechenweg steht am Ende, mit allen Annahmen, Quellen und einem Skript, das die Grafik aus den Rohzahlen erzeugt. Es geht um Größenordnungen, nicht um Zehntelcent.

Die Grafik

Jeder Balken ist eine Art, 100 km zu fahren. Die farbigen Segmente zeigen, wer das Geld bekommt: der Energielieferant (blau), die Infrastruktur dazwischen – Raffinerie, Tankstelle, Stromnetz, Ladesäulenbetreiber (orange), der Staat über Energiesteuer, CO₂-Preis, Stromsteuer und Umlagen (grün) und noch einmal der Staat über die Umsatzsteuer (gelb). Die fette Zahl am Balken ist das, was man tatsächlich bezahlt.

Rechts davon, schraffiert, steht etwas, das man nicht bezahlt: die Klimakosten, die das Umweltbundesamt mit rund 300 € pro Tonne CO₂ ansetzt, abzüglich des CO₂-Preises, der schon im Preis steckt. Das ist der Teil der Rechnung, den jemand anders trägt – Menschen anderswo, oder später.

E-Auto: 18 kWh auf 100 km ab Steckdose, Verbrenner 6,5 l Benzin bzw. 5,5 l Diesel. Alles Mittelklasse, Realbetrieb, Jahresmittel. Preise Ende Oktober 2026.

Was man sieht

Das Erste, was mir an dieser Grafik auffällt: Die blauen Segmente der vier Strom-Varianten sind alle gleich groß. Die Energie selbst kostet immer dasselbe, rund 1,70 € pro 100 km. Alles, was die Balken unterschiedlich lang macht, ist Infrastruktur, Marge und Politik.

  • Benziner: Ein Viertel geht an die Ölförderer, ein Viertel an Raffinerie und Tankstelle, die Hälfte an den Staat. Dazu kommt eine schraffierte Klimafläche, die so groß ist wie der Rohölanteil.
  • Diesel: Weniger Steuer (das Dieselprivileg), dafür gerade eine sehr fette Raffineriemarge – deshalb ist er trotzdem nicht billiger.
  • Eigene PV: Ein Zehntel des Benziners. Keine Netzentgelte, keine Umlagen, keine Stromsteuer, praktisch keine Klimakosten. Das ist der Fall, von dem die „Strom ist so billig“-Erzählung stammt.
  • Haushaltsstrom: Halb so teuer wie Benzin. Energie nur ein Viertel, Netz und Vertrieb zwei Fünftel, Staat ein Drittel. Die Klimakosten gelten nur für den Netzmix; wer einen Ökostromtarif hat, kann die Schraffur gedanklich streichen.
  • Ladesäule mit Abo: Zwei Drittel von Benzin.
  • Ladesäule ad hoc: Gleichstand mit Benzin. Zwei Drittel des Balkens gehen an den Betreiber und seinen Netzanschluss.

Das E-Auto fährt also mit einem Drittel der Energie. Ob daraus halbe Kosten, ein Zehntel oder gar nichts wird, entscheidet allein der kWh-Preis am Stecker. Und der ist in Deutschland kein Energiepreis, sondern zu 60 bis 80 Prozent Netz, Abgaben und Betreibermarge.

Warum die Prämisse falsch ist: Strom ist pro kWh nicht billiger

Fangen wir bei den First Principles an. Ein Liter Benzin enthält etwa 8,7 kWh chemische Energie. Bei 2,07 € pro Liter kostet die Kilowattstunde Benzin also rund 24 Cent. Haushaltsstrom kostet im Bundesdurchschnitt 37 Cent pro kWh, in einem guten Neukundentarif 25 bis 32 Cent. An der Steckdose ist Strom also eher teurer als Benzin, nicht billiger.

Der Unterschied entsteht erst dahinter: Der Verbrenner bringt nur 25 bis 30 Prozent der Energie ans Rad. Der Rest wird zu Abwärme, geht im Teillastbetrieb verloren oder verpufft im Leerlauf. Das E-Auto bringt rund 80 Prozent ans Rad, Ladeverluste schon eingerechnet.

In Zahlen: Ein Auto mit 6,5 l/100 km verbrennt 57 kWh auf 100 km. Ein E-Auto zieht dafür 18 kWh aus der Dose. Faktor 3,2 beim Energiebedarf. Teilt man den durch den Faktor 1,5 beim kWh-Preis, bleibt ein Faktor 2 bei den Kosten – genau das, was die Grafik beim Haushaltsstrom zeigt.

Und auf Primärenergie-Ebene? Brent bei 94 Dollar pro Fass sind etwa 5 Cent pro kWh Rohöl. Neue PV- und Windanlagen liegen bei 4 bis 9 Cent pro kWh. Auch da kein nennenswerter Vorsprung. Der Satz „Strom ist billiger als Öl“ stimmt nur pro nutzbarem Kilometer, nie pro Kilowattstunde.

Steuern: Der Staat nimmt pro kWh fast dasselbe

Mein erster Verdacht war: Benzin ist so hoch besteuert, dass der Vergleich verzerrt ist. Stimmt nur halb.

Auf einem Liter Benzin liegen 65 Cent Energiesteuer (seit Oktober befristet um 14 Cent gesenkt), rund 14 Cent CO₂-Preis und 33 Cent Mehrwertsteuer – zusammen etwa ein Euro, knapp die Hälfte des Literpreises. Pro Kilowattstunde sind das 11 bis 13 Cent.

Beim Haushaltsstrom liegen laut BDEW 12,6 Cent pro kWh an Steuern, Abgaben und Umlagen im Preis, Mehrwertsteuer eingeschlossen. Die Stromsteuer von 2,05 Cent wurde 2026 nur für die Industrie gesenkt, nicht für Haushalte. Also ebenfalls rund 12 Cent pro kWh.

Die Steuer erklärt den Unterschied nicht. Was den Unterschied macht, sind zwei andere Posten: 9 Cent Netzentgelt, das beim Benzin keine eigene Zeile hat (Raffinerie, Tanklaster und Tankstelle stecken im Produktpreis), und 15 Cent für Energiebeschaffung plus Vertrieb – während Benzin netto 12 Cent pro kWh kostet, inklusive aller Logistik.

Das ist die eigentliche Pointe: Der Strompreis in Deutschland ist zu 60 Prozent Netz und Abgaben, zu 40 Prozent Energie. Beim Benzin ist der Staat der größte Posten, beim Strom das Netz.

Warum Ladesäulen so teuer sind

Ionity nimmt seit Juli bis zu 76 Cent pro kWh für Ad-hoc-Laden, im Abo ab 41 Cent. Marktweit liegt Schnellladen zwischen 39 und 73 Cent, AC-Laden zwischen 29 und 60 Cent. Das ist das Doppelte bis Dreifache des Haushaltspreises – für dieselben Elektronen.

Das ist keine Physik, sondern Kostenstruktur:

  • Der Betreiber kauft Strom zu Gewerbetarifen, Netzentgelt inklusive.
  • Für einen 300-kW-Netzanschluss zahlt er einen Leistungspreis pro kW, egal ob jemand lädt.
  • Hardware und Tiefbau kosten pro Standort sechsstellig.
  • Und die Auslastung ist schlecht: oft nur 10 bis 15 Prozent der Zeit hängt ein Auto dran. Fixkosten geteilt durch wenige kWh ergibt einen hohen kWh-Preis.
  • Dazu Roaming- und Zahlungsgebühren und auf der Autobahn ein Oligopol.

Ad hoc ist der Preis für Uninformierte. Wer regelmäßig unterwegs lädt, hat ein Abo – und landet bei zwei Dritteln von Benzin statt bei Gleichstand.

Der Rechenweg

Alles Folgende ist auf Größenordnungen angelegt. Wer andere Annahmen hat, ändert die Konstanten im Skript unten und bekommt eine neue Grafik.

Annahmen

GrößeWertQuelle / Begründung
Verbrauch Benziner6,5 l/100 kmMittelklasse, Realbetrieb
Verbrauch Diesel5,5 l/100 kmdito
Verbrauch E-Auto18 kWh/100 kmab Steckdose, inkl. Ladeverluste, Jahresmittel
Benzin E102,067 €/lBundesschnitt 23.10.2026, benzinpreis.de/MTS-K
Diesel2,231 €/ldito
Energiesteuer Benzin / Diesel65,45 / 47,04 ct/lEnergieStG, abzüglich 14 ct Tankrabatt Okt–Dez 2026
CO₂-Preis national60 €/tKorridor 55–65 €, 2026
CO₂ je Liter2,37 kg (Benzin), 2,65 kg (Diesel)Verbrennung
Rohöl94 USD/bbl → 0,51 €/lBrent, 1,16 USD/EUR, 159 l/bbl
Haushaltsstrom37,0 ct/kWhBDEW-Strompreisanalyse 2026, 3.500 kWh/a
davon Beschaffung + Vertrieb15,2 ctBDEW; hier zerlegt in 9,5 Börse + 5,7 Vertrieb
davon Netzentgelte9,2 ctBDEW
davon Steuern, Abgaben, Umlagen12,6 ctBDEW; 2,05 Stromsteuer + 1,6 Konzession + 3,0 Umlagen + 5,95 MwSt
Eigene PV, Vollkosten10 ct/kWhFraunhofer ISE: 6–14 ct für kleine Dachanlagen
Ladesäule mit Abo45 ct/kWhMarkt 39–49 ct (EnBW, Ionity Power)
Ladesäule ad hoc72 ct/kWhIonity Direct 69–76 ct
Klimakosten300 €/t CO₂UBA Methodenkonvention 3.2
EU-ETS im Strompreis75 €/tbereits enthalten, wird abgezogen
Netzmix330 g CO₂/kWhDeutschland 2026, grob
PV-Lebenszyklus40 g CO₂/kWhModulherstellung

Formeln

Die Energie ist bei allen drei Netzstrom-Varianten dieselbe (9,5 ct Börsenstrom). Alles, was der Betreiber über Energie, Steuern und MwSt hinaus verlangt, landet in „Infrastruktur & Vertrieb“ – bei der Ladesäule ist das Netzentgelt, Leistungspreis, Hardware, Marge in einem Topf, weil es von außen nicht trennbar ist. Steuern an der Ladesäule: 2,05 ct Stromsteuer plus rund 3,5 ct Umlagen und Konzessionsabgabe.

PV: nur Vollkosten als Energie, keine weiteren Posten. Die Alternative wären Grenzkosten (entgangene Einspeisevergütung, 7,7 ct bei Neuanlagen), das landet in derselben Größenordnung.

Ergebnis in Zahlen

VarianteEnergieInfrastruktur & VertriebSteuern & AbgabenUStbezahltKlimakosten, nicht eingepreist
Benzin E10, 6,5 l, 2,07 €/l3,313,714,272,1513,443,70
Diesel, 5,5 l, 2,23 €/l2,804,822,691,9612,273,50
E-Auto, eigene PV, 10 ct/kWh1,800001,800,22
E-Auto, Haushaltsstrom, 37 ct/kWh1,712,681,201,066,651,34
E-Auto, Ladesäule Abo, 45 ct/kWh1,714,110,991,298,101,34
E-Auto, Ladesäule ad hoc, 72 ct/kWh1,718,190,992,0712,961,34

Alle Werte in Euro pro 100 km.

Was die Zahlen verschiebt

  • Günstiger Stromtarif (25–28 ct statt 37): Haushaltsbalken rutscht auf etwa 5 €.
  • Altanlage in der Umsatzsteuer-Regelbesteuerung (vor 2023 gekauft, Vorsteuer gezogen): Auf den Eigenverbrauch kommen 19 % auf den Netto-Bezugspreis, etwa 5–6 ct/kWh, also rund 1 €/100 km obendrauf. Wer noch 12 ct Einspeisevergütung bekommt, hat außerdem höhere Grenzkosten. Beides zusammen: PV-Balken bei etwa 3 € statt 1,8. Immer noch ein Viertel von Benzin.
  • Ökostromtarif: Die Schraffur beim Haushaltsstrom entfällt. Beim Ladesäulenstrom hängt es vom Betreiber ab.
  • Diesel-Pkw mit 6,5 l statt 5,5: landet über Benzin.

Das Skript

Die Grafik wird aus dem folgenden Python-Skript erzeugt (matplotlib, keine weiteren Abhängigkeiten). Alle Eingaben stehen oben als Konstanten; der Rest ist Rechnung und Zeichnen. Es druckt außerdem die Tabelle oben als Markdown.

#!/usr/bin/env python3
"""Kosten pro 100 km: Benzin, Diesel, E-Auto (PV / Haushalt / Ladesaeule Abo / ad hoc).
Alle Eingaben als Konstanten. Ausgabe: kosten_pro_100km.png + Markdown-Tabelle."""
import matplotlib
matplotlib.use("Agg")
import matplotlib.pyplot as plt
from matplotlib.patches import Patch
# --- 1. Eingaben -----------------------------------------------------------
BENZIN_L_100KM, DIESEL_L_100KM, EAUTO_KWH_100KM = 6.5, 5.5, 18.0
BENZIN_EUR_L, DIESEL_EUR_L = 2.067, 2.231 # 23.10.2026, benzinpreis.de
ENERGIESTEUER_BENZIN, ENERGIESTEUER_DIESEL = 0.6545, 0.4704
TANKRABATT = 0.14 # Okt-Dez 2026
CO2_PREIS_EUR_T = 60.0 # nEHS 2026
CO2_KG_L_BENZIN, CO2_KG_L_DIESEL = 2.37, 2.65
MWST = 0.19
ROHOEL_EUR_L = 94 / 1.16 / 159 # Brent 94 USD/bbl
# Haushaltsstrom 37,0 ct/kWh (BDEW 2026), zerlegt:
STROM_BOERSE, STROM_VERTRIEB, STROM_NETZ = 9.5, 5.7, 9.2
STROM_STROMSTEUER, STROM_KONZESSION, STROM_UMLAGEN, STROM_MWST = 2.05, 1.6, 3.0, 5.95
STROM_HAUSHALT_CT = (STROM_BOERSE + STROM_VERTRIEB + STROM_NETZ + STROM_STROMSTEUER
+ STROM_KONZESSION + STROM_UMLAGEN + STROM_MWST)
PV_VOLLKOSTEN_CT = 10.0 # Fraunhofer ISE: 6-14 ct
LADE_ABO_CT, LADE_ADHOC_CT, LADE_STEUERN_CT = 45.0, 72.0, 5.5
UBA_KLIMAKOSTEN_EUR_T, ETS_PREIS_EUR_T = 300.0, 75.0
STROM_NETZMIX_KG_KWH, PV_LEBENSZYKLUS_KG_KWH = 0.33, 0.04
# --- 2. Rechnung (EUR pro 100 km) -----------------------------------------
def kraftstoff(preis, liter, energiesteuer, co2_kg_l):
mwst = preis * MWST / (1 + MWST)
steuern = (energiesteuer - TANKRABATT) + co2_kg_l * CO2_PREIS_EUR_T / 1000
infra = preis - mwst - steuern - ROHOEL_EUR_L
klima = co2_kg_l * (UBA_KLIMAKOSTEN_EUR_T - CO2_PREIS_EUR_T) / 1000
return [x * liter for x in (ROHOEL_EUR_L, infra, steuern, mwst, klima)]
def netzstrom(brutto_ct, steuern_ct):
mwst_ct = brutto_ct * MWST / (1 + MWST)
infra_ct = brutto_ct - STROM_BOERSE - steuern_ct - mwst_ct
klima_ct = STROM_NETZMIX_KG_KWH * (UBA_KLIMAKOSTEN_EUR_T - ETS_PREIS_EUR_T) / 10
return [x * EAUTO_KWH_100KM / 100
for x in (STROM_BOERSE, infra_ct, steuern_ct, mwst_ct, klima_ct)]
def pv():
klima_ct = PV_LEBENSZYKLUS_KG_KWH * UBA_KLIMAKOSTEN_EUR_T / 10
return [x * EAUTO_KWH_100KM / 100 for x in (PV_VOLLKOSTEN_CT, 0, 0, 0, klima_ct)]
rows = [
("Benzin E10\n6,5 l/100 km · 2,07 €/l",
kraftstoff(BENZIN_EUR_L, BENZIN_L_100KM, ENERGIESTEUER_BENZIN, CO2_KG_L_BENZIN)),
("Diesel\n5,5 l/100 km · 2,23 €/l",
kraftstoff(DIESEL_EUR_L, DIESEL_L_100KM, ENERGIESTEUER_DIESEL, CO2_KG_L_DIESEL)),
("E-Auto, eigene PV\nVollkosten 10 ct/kWh", pv()),
("E-Auto, Haushaltsstrom\n37 ct/kWh",
netzstrom(STROM_HAUSHALT_CT, STROM_STROMSTEUER + STROM_KONZESSION + STROM_UMLAGEN)),
("E-Auto, Ladesäule mit Abo\n45 ct/kWh", netzstrom(LADE_ABO_CT, LADE_STEUERN_CT)),
("E-Auto, Ladesäule ad hoc\n72 ct/kWh", netzstrom(LADE_ADHOC_CT, LADE_STEUERN_CT)),
]
SEGMENTE = ["Energie", "Infrastruktur & Vertrieb", "Steuern & Abgaben", "Umsatzsteuer"]
print("| Variante | " + " | ".join(SEGMENTE) + " | bezahlt | Klimakosten |")
print("|---" * 7 + "|")
for name, v in rows:
cells = " | ".join(f"{x:.2f}" for x in v[:4])
print(f"| {name.replace(chr(10), ' - ')} | {cells} | {sum(v[:4]):.2f} | {v[4]:.2f} |")
# --- 3. Grafik ------------------------------------------------------------
FARBEN, KLIMA, GRAU = ["#2a78d6", "#eb6834", "#1baf7a", "#eda100"], "#d03b3b", "#5f5e5a"
fig, ax = plt.subplots(figsize=(12.5, 8.2), dpi=150)
ys, H = list(range(len(rows)))[::-1], 0.55
for y, (name, v) in zip(ys, rows):
left = 0.0
for val, col in zip(v[:4], FARBEN):
if val > 0:
ax.barh(y, val, left=left, height=H, color=col, edgecolor="white", linewidth=1.2)
left += val
paid = left
ax.barh(y, v[4], left=paid, height=H, facecolor="white", edgecolor=KLIMA, hatch="////", linewidth=0.8)
ax.plot([paid, paid], [y + H / 2, y + H / 2 + 0.07], color="black", lw=1)
ax.text(max(paid, 0.9), y + H / 2 + 0.11, f"{paid:.1f} €".replace(".", ","),
ha="center", va="bottom", fontsize=11, fontweight="bold")
if "Haushaltsstrom" in name:
ax.annotate("Klimakosten nur ohne Ökostromtarif", xy=(paid + v[4] + 0.15, y),
xytext=(paid + v[4] + 0.6, y), va="center", fontsize=10, color=GRAU,
arrowprops=dict(arrowstyle="-", color=GRAU, lw=0.8))
ax.set_yticks(ys); ax.set_yticklabels([r[0] for r in rows], fontsize=11)
ax.set_xlim(0, 20); ax.set_xticks(range(0, 21, 2))
ax.set_xlabel("Euro pro 100 km (bezahlt + nicht eingepreiste Klimakosten)", fontsize=11, color=GRAU)
ax.grid(axis="x", color="#e1e0d9", lw=0.8); ax.set_axisbelow(True)
for s in ("top", "right", "left"):
ax.spines[s].set_visible(False)
fig.suptitle("Was kostet ein Kilometer wirklich – und wer bekommt das Geld?",
x=0.01, ha="left", fontsize=16, fontweight="bold")
ax.set_title("Verbrauchskosten pro 100 km, Deutschland, Ende Oktober 2026. E-Auto: 18 kWh/100 km ab Steckdose.\n"
"Zahl am Balken = bezahlte Summe ohne Klimakosten.", loc="left", fontsize=10.5, color=GRAU, pad=12)
handles = [Patch(color=c, label=s) for c, s in zip(FARBEN, SEGMENTE)]
handles.append(Patch(facecolor="white", edgecolor=KLIMA, hatch="////",
label="Klimakosten, nicht eingepreist (UBA 300 €/t minus gezahlter CO₂-Preis)"))
ax.legend(handles=handles, loc="upper center", bbox_to_anchor=(0.5, -0.11),
fontsize=9.5, frameon=False, ncol=3, columnspacing=1.6, handlelength=1.6)
fig.text(0.01, 0.008, "Quellen: benzinpreis.de/MTS-K, BDEW-Strompreisanalyse 2026, Ionity/EnBW-Tarife, "
"Fraunhofer ISE Stromgestehungskosten 2024, UBA Methodenkonvention 3.2.", fontsize=8.5, color=GRAU)
fig.tight_layout(rect=(0, 0.04, 1, 0.95))
fig.savefig("kosten_pro_100km.png", dpi=150, facecolor="white")

Quellen

Kraftstoffpreise und Steuern

Strompreise

Laden unterwegs

Eigene PV

Klimakosten, Subventionen, Ausblick

Preise und Steuersätze Stand Ende Oktober 2026. Die Grafik und die Zahlen im Rechenweg sind mit dem Skript oben reproduzierbar.

Unknown's avatar

Author: Dirk Paessler

CEO Carbon Drawdown Initiative -- VP Negative Emissions Platform -- Founder and Chairman Paessler AG