Ein Freund fragte mich: Wenn Strom so viel billiger ist als Öl, warum ist das Fahren mit dem E-Auto dann nicht viel billiger? Ich habe nachgerechnet. Die Antwort hat mehr mit Netzentgelten, Ladesäulen-Betreibern und dem Finanzamt zu tun als mit Physik.
Die Frage
Ein Freund hat mir neulich eine interessante Frage gestellt: „Wenn Strom doch so viel billiger sein soll als Öl – warum ist das Fahren mit einem E-Auto dann nicht viel billiger als mit einem Verbrenner?“ Und zwar bewusst nur die Verbrauchskosten, also Strom gegen Benzin. Anschaffung, Wertverlust, Wartung – das ist eine andere Rechnung, die kommt vielleicht in einem zweiten Artikel.
Ich fand die Frage gut, weil sie eine Prämisse enthält, die fast jeder für wahr hält und die trotzdem falsch ist. Also habe ich mich hingesetzt, die Zahlen zusammengesucht und das Ganze in eine Grafik gepackt. Die Kurzfassung vorweg:
Strom ist in Deutschland pro Kilowattstunde nicht billiger als Benzin. Der gesamte Kostenvorteil des E-Autos kommt aus dem Wirkungsgrad – und den fressen Netzentgelte, Abgaben und vor allem die Preise an öffentlichen Ladesäulen teilweise bis vollständig wieder auf.
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